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EIB Systemtechnik - bei Elektro Bauer in Judenburg

Der Europäische Installationsbus (EIB) ist ein Standard nach EN50090, der zum einen beschreibt, wie bei einer Installation Sensoren und Aktoren in einem Haus miteinander verbunden werden müssen, und der zum anderen festlegt, wie die Sensoren und Aktoren miteinander kommunizieren (=Protokoll).

Der EIB steuert u.a. die Beleuchtung und Jalousien bzw. Beschattungseinrichtungen, die Heizung sowie die Schließ- und Alarmanlage. Mittels EIB ist auch die Fernüberwachung und -steuerung eines Gebäudes möglich. Eine Steuerung erfolgt dabei über den Benutzer selbst oder über einen Netzwerkcomputer, ausgerüstet mit entsprechender Software.

Unterschiede zur bisherigen Schalttechnik

Der wesentliche Unterschied zur elektrischen Steuerung ist die Trennung von Stromversorgung und Gerätesteuerung. Bisher wurden alle Geräte elektrisch an- oder ausgeschaltet. Stromversorgung und "Steuerung" der Geräte erfolgte über das gleiche Netz, betrieben mit 230 V Wechselspannung. Diese Art der Steuerung war Standard der letzten 100 Jahre bis heute, also seit Beginn der Elektrifizierung.
Mit der neuen EIB-Technik (eingeführt im Jahr 1992) werden nun die Stromversorgung der Geräte und die Steuerung erstmals getrennt. Es gibt nun zwei Netze, das Stromnetz zur Stromversorgung mit 230 V Wechselspannung und das Steuerungsnetz (=EIB-Netz) mit maximal 29 V Gleichspannung. Diese werden unabhängig voneinander bzw. parallel im Haus verlegt.

Technik des EIB-Netzes

Zwischen dem Verbraucher (zum Beispiel Elektrogerät, Lampe, Fensteröffner, Sensor) und der Steckdose wird ein Steuerungsgerät, "Aktor" genannt, eingebaut. Der Aktor ist an das EIB-Netz angeschlossen und erhält von diesem Daten. Diese Daten stammen entweder direkt von einem Sensor (zum Beispiel Schalter, Helligkeit, Temperatur, CO2-Konzentration) oder indirekt von einem Netzwerkcomputer (z.B. regelt dieser zeitgesteuerte Schaltungen, sonstige Auswertung von Sensordaten je nach seiner Programmierung). Erhält der Aktor den Befehl dem Gerät Strom zuzuführen, so schaltet er den Strom an das Gerät durch. Der Befehl kann von unterschiedlichen Sensoren kommen.

Die EIB-Anlage wird von einer Spannungsversorgung mit 29 V Nennspannung [Gleichspannung] versorgt. Diese Spannung versorgt die Busankoppler, über die jedes EIB-Gerät mit den anderen vernetzten EIB-Geräten kommuniziert. Durch die Verwendung von Gleichspannung werden Elektrosmog und Energieverbrauch des Netzes möglichst gering gehalten.
Als Busleitung wird ein "J-Y(St)Y 2x2x0,8 EIB" (Twisted-Pair-Kabel) verwendet. Der Datenaustausch erfolgt über Telegramme. Der EIB-Bus kommuniziert mit einer Übertragungsrate von 9,6 kBit/s. Im Vergleich zu Computernetzwerken erscheint das langsam, ist jedoch für die Installationstechnik völlig ausreichend.

EIB-Systemtechnik - bei Elektro Bauer in Judenburg.

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